Sie kam sechs Monate vor ihrer Hochzeit mit einem einfachen Wunsch: sich an diesem Tag selbstbewusst und schön zu fühlen.

Sie lebte in einer Unterkunft, arbeitete lange und konnte nicht immer gut essen. Sie joggte und hatte bereits ein Brautprogramm gebucht. Direkt sagte sie: „Ich glaube nicht wirklich an Yoga.“

Ich antwortete: „Das ist in Ordnung. Was macht Ihnen Freude?“ Daraus entstanden Kraft, Ausdauer, Mobilität sowie Aufmerksamkeit für Schlaf und Alltagsgewohnheiten.

Eines Tages kam sie erschöpft, mit Husten und Fieber. Training war nicht die Antwort. Ich riet zu Ruhe und angemessener medizinischer Betreuung und verstand, wie stark Arbeit und Stress zugenommen hatten.

Nach ihrer Erholung ergänzten wir einfache Atem- und Erholungsübungen. Später berichtete sie von stabilerer Energie.

Am Hochzeitstag fiel mir neben Kleidung und Make-up etwas anderes auf: Sie wirkte erholt, selbstbewusst und ganz wie sie selbst.

Fortschritt bedeutet nicht immer mehr Anstrengung. Manchmal lautet die Frage: Was geschieht sonst noch im Leben dieses Menschen?