Beobachten Sie Menschen auf dem Weg vom Auto zur Haustür. Man kann ihren ganzen Arbeitstag oft an ihren Schultern ablesen.
Sie treten über die eigene Türschwelle und tragen körperlich immer noch das Büro mit sich. Angespannter Kiefer. Leichte Enge in der Brust. Der Schritt etwas schneller, als das Zuhause es verlangt.
Der Laptop blieb im Büro. Die Haltung kam mit.
Körperliche und emotionale Haltung reisen fast immer zusammen — wie zwei Gepäckstücke auf demselben Wagen. Ein Körper, der neun Stunden lang auf Abwehr geschaltet war, schaltet an der Haustür nicht einfach um. Er braucht ein klares Signal — und die meisten Wohnungen senden keines.
So findet das Abendessen im Meeting-Körper statt. Die Kinder werden mit angespannten Armen umarmt.
Betrachten Sie Haltung wie ein Kostüm. Nützlich auf der Bühne. Deplatziert am Esstisch — und doch vergessen die meisten von uns, es auszuziehen.
In welcher Haltung kommen Sie nach Hause?
Halten Sie vor dem Betreten der Wohnung kurz vor der Tür inne. Ein langes Ausatmen. Die Schultern einmal nach hinten rollen lassen. Dann eintreten. Zehn Sekunden — Ihr persönlicher Garderobenwechsel.
Wenn Ihr Körper selbst an sicheren Orten nicht entspannen kann oder sich das Zuhause dauerhaft angespannt anfühlt, kann therapeutische Begleitung helfen zu verstehen, was diese Haltung schützen möchte.

