Ihr Partner meinte, sie habe gut geschlafen. Ihre Schultern sahen das morgens anders.
Sie wachen auf mit einem Kiefer, der sich beansprucht anfühlt. Fäuste, die nachts geballt waren. Das Bettzeug zerknüllt wie nach einem Kampf, an den Sie sich nicht erinnern.
Der Geist hat Feierabend gemacht. Der Körper ist in der Schicht geblieben.
Das sehe ich häufig bei Menschen, die sehr verlässlich sind, Verantwortung tragen und auf die sich alle verlassen. Tagsüber halten sie alles zusammen. Nachts geht dieses Festhalten im Dunkeln einfach weiter.
Das Nervensystem verhält sich wie ein vorsichtiger Türsteher. Glaubt es, dass das Gebäude nicht sicher ist, schläft es nicht, nur weil das Licht ausgeschaltet wurde.
Manchmal gibt es körperliche Gründe — Zähneknirschen, unruhige Beine, eine alte Verletzung. Manchmal ist es eine Anspannung, die nie den Ausschalter gefunden hat. Gleiche müde Morgen, unterschiedliche Auslöser.
Wer hat Ihrem Körper beigebracht, dass er selbst nachts in Bereitschaft bleiben muss?
Ausatmen und das gesamte Gewicht im Liegen in die Matratze sinken lassen. Denken Sie leise für sich: Das Bett kann das tragen. Eine Minute lang wiederholen.
Kieferschmerzen, abgenutzte Zähne oder Kribbeln in den Beinen in der Nacht sollten Sie in der Zahnarzt- oder Hausarztpraxis ansprechen. Die Nachtschicht des Körpers braucht manchmal mehr als gute Vorsätze.

